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Berliner Luft bläht Schilkin die Segel

Spirituosenhersteller wächst mit trendigem Pfefferminzlikör - Regionalmarke zieht es nach Westen

Berlin. Der Erfolg der Marke Berliner Luft hat Schilkin gerettet. Der Berliner Spirituosenhersteller sieht sich mit der Regionalmarke inzwischen vor dem Durchbruch auf den nationalen Markt.

Die Schilkin GmbH & Co. KG arbeitet drei Jahre, nachdem sie sich in ein Schutzschirmverfahren retten musste, ohne jede Fremdfinanzierung mit Gewinn. Nach dem Verzicht auf fast alle Handelsmarkenumsätze ist das Geschäft nur noch ein Viertel so groß wie früher. Auf 53 Mio. Euro Jahresumsatz einschließlich Alkoholsteuer kam das nach der Wende reprivatisierte Unternehmen, als es in die Krise geriet, danach waren es noch 13 Mio. Euro. Doch inzwischen wächst der Umsatz wieder, und zwar schnell. Auf 6 Mio. Euro wird er für das letzte Geschäftsjahr beziffert - entsprechend neuen Bilanzvorschriften ohne Alkoholsteuer - in diesem Jahr werden 8 Mio. Euro angepeilt.
Wesentlich ist die gelungene Verjüngung der Marke Berliner Luft. 95 Prozent des Geschäfts von Schilkin ist heute Markengeschäft und die Hauptmarke steht für 60 Prozent davon. Allein 1,7 Mio. 0,7-l-Flaschen Berliner Luft wurden 2016 verkauft, in diesem Jahr sollen es 2,5 Mio. werden.
Viele neue Produkte machen es möglich. Dazu kommen erste Erfolge bei der Ausdehnung des Absatzgebiets aus der ehemaligen DDR in den Westen. Dort wirkte vor allem Berliner Luft mit Schoko als Türöffner, erzählt Erlfried Baatz. Das "After Eight mit Alkohol" hat 15 Prozent Anteil am Absatz der Marke. 2014 hatte die Inhaberfamilie den langjährigen Oetker-Manager Baatz als Sanierer geholt, inzwischen ist er wie Produktionschef Patrick Mier geschäftsführender Gesellschafter. Mit Genugtuung erzählt Baatz, dass Diageo vergeblich versucht habe, in der lokalen Club-Szene Berliner Luft mit Smirnoff Peppermint Twist zu verdrängen. Bis heute erfrischten die Clubbesucher ihren Atem mit der Regionalmarke.
Weil Schilkin noch mit der Hand abfüllen kann, bieten die Berliner auch Sonderflaschenformen an wie das Brandenburger Tor, den Berliner Bär oder den Fernsehturm. Es gibt eigene Editionen für 17 Berliner Stadtteile, Miniflaschen mit Berliner Originalen auf dem Rückenetikett und mit Späßen für Ostalgiker. Der Rest des Sortiments wurde stark gestrafft und Goldbrand, Gin, Kümmel und Kräuterlikör als Berliner Spezialitäten zusammengefasst.
Für die Zukunft setzt Baatz auf dreierlei: die Marken jung halten, die Distribution nach Westen ausdehnen - sowie Innovationen, Innovationen, Innovationen. Die jüngste davon ist Glitter Nights: ein türkisfarbener Likör mit Perlmuttglanz.
Mur/lz 29-17

Quelle: Lebensmittel Zeitung

21.07.2017